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Beleg: Infla-Beleg
Portoperiode: PP 18: 20.9.1923 - 30.9.1923
Von Dortmund
Nach Gößnitz
Belegdatum: 29.09.1923
Versandart: Brief
Verkehrsart: Fernverkehr
Gewichtsstufe: >20-100g
Beschreibung: 100 Jahre INFLA

Wertbrief eines Philatelisten aus Dortmund nach Gößnitz an A.E.Glasewald sen. in seiner Funktion als Prüfer (siehe Anmerkung).

Am Postschalter wurde der Brief gewogen und das Gewicht 22 g auf das Couvert geschrieben, ebenso wie das Porto für einen Fernbrief der 2. Gewichtsstufe (350.000 Mark) samt Einschreiben (250.000 Mark) zu 600.000 Mark. Für die Versicherungsgebühr (2.000 Mark je angefangene 100.000 Mark Wertangabe) kamen 4 Millionen Mark hinzu, gesamt 4 600.000 Mark.
Mangels "Gebühr bezahlt"-Stempel wurde die Barzahlung handschriftlich (fünfzeilig) quittiert (ebenfalls in blauer Tinte)
Viermillionensechs= / hunderttausend Mark / durch Einnahmenachweis / No 44 verrechnet: / Zeuge
mit zwei Unterschriften wie vorgeschrieben,
das ganze per Rotstift umrahmt.

Mit dem Tagesstempel von DORTMUND
https://philastempel.de/stempel/zeigen/557064
ging der Wertbrief auf den Postweg.
Rückseitig fünf Lacksiegel und der Ankunfsstempel von Gößnitz
https://philastempel.de/stempel/zeigen/557065
Anmerkung: Arthur Ernst Glasewald (1861 - 1926) war Philatelist und Chronist seiner Heimatstadt Gößnitz. Nach ihm ist die Glasewald-Medaille für besondere Verdienste zur Erforschung von Privatpostunternehmen benannt.
Seit 15. März 1886 war er selbständiger Briefmarkenhändler in Gößnitz und wurde um 1900 leitender Geschäftsführer der Bundesprüfstelle für Philatelie. In einer Prüferliste des Bundes Deutscher und Österr. Philatelisten-Vereine aus dem Jahre 1897 wird er bereits als Generalprüfer, aber auch als Spezialprüfer für Baden, Süd-Bulgarien, Griechenland und Thurn & Taxis ausgewiesen.
Er gilt als bedeutender Philatelist mit großem Wirkungsfeld und großer Ausstrahlungskraft. Als Bekämpfer des Fälschungsunwesens – er wurde immer wieder als gerichtlicher Gutachter herangezogen – half er bei der Begriffsbildung mit, um die Dinge beim Namen nennen zu können. Glasewald regte als erster die Ausgabe von Wohlfahrtsmarken an, um damit Not lindern zu können; Sammler seit der Kindheit, übergab seinen Briefmarkenhandel 1922 an seinen Sohn, widmete sich fortan nur der Markenprüfung und der Leitung des Deutschen Philatelisten-Verbandes.

Mehr über das Leben und Wirken Glasewalds:[https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Ernst_Glasewald]
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Letzte Änderung: 28.09.23 15:03:15
Belegreporter/erfasst: juni-1848
Stempelredakteur/Freischaltung: 28.09.23 15:03:15
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